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Ratgeber: Imagefilm

Warum ein klassischer Imagefilm (fast) nie funktioniert

»Wir hätten gerne einen Imagefilm!« Das ist der häufigste Wunsch, mit dem Unternehmen an Filmproduktionen herantreten. Und der Wunsch ist verständlich! Man ist stolz auf sein Unternehmen und möchte es anderen – den (potenziellen) Kundinnen und Kunden, Investierenden, Mitarbeitenden etc. – zeigen. Wenn das Ergebnis einige Wochen später zu sehen ist, ist die Freude erst einmal groß. Die Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzte und Mitarbeitende schauen sich den Film an und sind zufrieden. 

 

Doch bereits wenige Tage nach der Veröffentlichung scheinen sich kaum noch Menschen für den Film zu interessieren. Der Verdacht, dass die hohen Klickzahlen in den ersten Tagen vor allem durch die eigenen Mitarbeitenden ausgelöst wurden, liegt nahe und bestätigt sich nach Auswertung der IP-Adressen. 

Imagefilm Produktion

Worauf kommt es an?

Und die wenigen, die sich das Video anschauen, interessieren sich – wie die Analysetools zeigen – auch nur für die ersten und letzten Sekunden des zehnminütigen Films. Die Auswertungen belegen, dass die neun Minuten mittendrin großzügig übersprungen werden.

 

Wer mutig ist und nach Fertigstellung die Produktionskosten durch die Anzahl derer teilt, die den Film tatsächlich gesehen haben, wird erschrocken feststellen, dass das Ganze ein sehr kostspieliges Experiment war. Ein kleines Zahlenbeispiel:

  • Produktionskosten: 30.000 EUR

  • Veröffentlichung des Films auf YouTube und der Unternehmenswebseite

  • Zuschauerzahl nach 180 Tagen: 300

  • Kosten pro Person, die das Video gesehen hat: 100 EUR. Zieht man Bekannte und Mitarbeitende ab, landet man realistisch eher bei den doppelten Kosten.

  • Neukunden, die durch den Imagefilm tatsächlich akquiriert wurden: 0.

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Zeigen Sie Ihren USP in einem Imagefilm

Die wenigsten Unternehmen sind in der Lage, ihre Einzigartigkeit konkret oder zumindest in Ansätzen zu benennen.

 

Stattdessen hören wir:

  • »Wir sind ein Familienunternehmen.«

  • »Wir sind seit 150 Jahren im Markt.«

  • »Wir wissen, was die Kunden wollen.«

  • »Wir sind ein marktführendes Unternehmen.«

 

Ein Blick auf die Werbeaussagen der Konkurrenz zeigt sehr schnell, dass sich dort dieselben Aussagen finden. Mit einem Alleinstellungsmerkmal hat das nichts zu tun und keine dieser Aussagen liefert dem potenziellen Käufer einen echten Grund, Kunde zu werden.

Imagefilm Produktion oder Film Agentur?

Imagefilm Ziele definieren

Die Ideen und Vorgaben zu Ziel des Films, Zielgruppen und Plattformen sind die wichtigste Grundlage jeder Imagefilm-Produktion. Diese werden in der Regel von der Marketingabteilung eines Unternehmens oder vom Geschäftsführer / Inhaber festgelegt.

 

Können Sie genau beschreiben, welche Ziele Sie auf welchen Plattformen (Social Media, Webseite) umsetzen wollen, wie Ihre Zielgruppe aussieht und was der USP Ihres Unternehmen oder Ihrer Produkte ist und wie sie sich von denen Ihrer Konkurrenz unterscheiden?

Bei dieser Aufgabe kann Sie eine Filme Agentur unterstützen. Diese ist ein Hybrid aus Marketing-Agentur und Filmproduktion. Filmagenturen unterstützen bei der strategischen Bewegtbild-Planung, übernehmen aber auch die Produktion, also die Herstellung der Filme, was oft einen schnelleren und einfacheren Ablauf ermöglicht.

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Imagevideo erstellen

Wie Sie Ihre Zielgruppe mit einer guten Bewegtbild-Strategie erreichen 

Es gibt nur einen Ort, an dem Kaufentscheidungen getroffen werden. Dieser Ort ist der Kopf eines (potenziellen) Kunden. Deshalb müssen Imagefilme auch genau dort wirken.

 

Die gute Nachricht: Das Wissen, unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen Imagefilme im Kopf der Konsumenten wirken, ist erarbeitet. Die Erkenntnisse von Kahneman zu menschlichen Denksystemen, die Sichtbarmachung von Entscheidungsprozessen, von Damasio über die unbewusste emotionale Verhaltenssteuerung, über Dramaturgie und Storytelling liefern uns eine Gebrauchsanweisung, Werbung im Kopf von potenziellen Kundinnen und Kunden wirkungsvoller zu verankern. 

 

Letztlich erscheint es uns nur logisch und sinnvoll, die Erkenntnisse des Neuromarketing für eine höhere Wirkung des Werbespots zu nutzen. Je besser die Funktionsweise des Gehirns berücksichtigt wird, desto größer sind die Chancen, die Kaufrate zu erhöhen, die Markenbekanntheit zu steigern und sich mithilfe eines solchen Werbefilms von den Mitbewerbern zu differenzieren.

Machen Sie sich Erkenntnisse der Gehirnforschung zunutze

Um Missverständnissen vorzubeugen, sei an dieser Stelle aber auch darauf hingewiesen, dass es einen bestimmten »Jetzt-kaufen-Button« im Kopf der Konsumenten nicht gibt. Die Wirkungszusammenhänge des menschlichen Gehirns sind zu komplex, als dass sie sich auf simple Verkaufstricks herunterbrechen ließen. Dennoch sind die Erkenntnisse der Hirnforschung hilfreich für den Fall, dass Sie planen, einen Werbefilm für Ihr Unternehmen zu produzieren oder produzieren zu lassen. Denn wenn man weiß, wie die Entscheidungsprozesse von Konsumenten entstehen, kann (und sollte) man darauf bei der Konzeption von Werbefilmen Rücksicht nehmen. Wie gut Werbung wirkt, ist nicht Glückssache oder Zufall, sondern steuer- und messbar.

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Erkenntnisse des Neuromarketings

Wie lässt sich die Aufmerksamkeit der Rezipierenden gewinnen und wie können Sie Personen, die sich einen Film angeschaut haben, dazu motivieren, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu kaufen oder in Ihr Unternehmen zu investieren?

Noch nie gab es so viele Erkenntnisse über das Entscheidungsverhalten von Menschen wie heute. Wir müssen nicht mehr vermuten, wie potenzielle Kundinnen und Kunden entscheiden, sondern können es mit großer Wahrscheinlichkeit vorhersagen. Auch wenn die Ergebnisse von Messungen der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) zum Teil kritisch zu betrachten sind, ist es möglich, Stoffwechselprozesse im Gehirn zu zeigen, die Rückschlüsse auf neuronale Aktivitäten erlauben. Wir wissen heute, dass über 95 Prozent aller Entscheidungen unbewusst ablaufen und Kaufentscheidungen zu 70 bis 99 Prozent vom Unbewussten bestimmt werden.

 

Entscheidungs-, Bewertungs- und Kaufprozesse im Gehirn von Kundinnen und Kunden können mit den Methoden der Neurowissenschaften erkannt und in Teilen vorhergesagt werden. Spezifische Areale des Gehirns können sogar in Zusammenhang mit der Zahlungsbereitschaft sowie der Präferenz für Güter gebracht werden.

Emotionale Imagefilme

Gut gemachte Imagefilme sind von gut gemachten Werbespots nicht zu unterscheiden.

Je mehr es der Imagefilm schafft, an bereits abgespeicherte Informationen und Emotionen anzuknüpfen, desto größer ist die Chance, dass eine Information schnell ins Langzeitgedächtnis der Person übergeht und die Kaufentscheidung positiv beeinflusst. Es stellt sich somit die Frage, wie man es schaffen kann, das Potenzial des Gehirns anzuzapfen, um im Gedächtnis zu bleiben.

 

Ganz automatisch wird durch audiovisuelle Inhalte eine Wirkung bei Zuschauenden erzeugt: Wie es am Drehort aussieht, ob die Krawatte richtig sitzt, welche Geräusche zu hören sind – das alles verrät Zuschauenden einiges über Sie und Ihr Unternehmen. Sie sollten sich darüber bewusst sein, dass die Gestaltung die inhaltlichen Aussagen bewusst und unbewusst beeinflusst.

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Ihre Positionierung

Der Anfang von allem: Ihre Positionierung / Ihr USP:

  • Was unterscheidet mein Unternehmen, mein Produkt oder meine Dienstleistung von meinen Wettbewerbern?

  • Wer sollte meine Produkte oder Dienstleistungen kaufen, welchen Mehrwert bietet meine Marke?

 

Denn es geht nicht darum, einfach und auf die Schnelle schöne Bilder zu produzieren, sondern das Ziel muss es sein, das Einzigartige Ihres Unternehmens auf den Punkt zu formulieren. Erst wenn das gelungen ist, kann man sich daran machen, dieses Besondere in Bildern umzusetzen und den Zuschauenden so nahezubringen, dass diese zu Kundinnen und Kunden werden. Und Sie wissen ja bereits nach Lektüre der vorherigen Seiten: Niemand kauft nur deswegen bei Ihnen, weil Sie ein inhabergeführtes Unternehmen oder ein Familienunternehmen mit langjähriger Geschichte sind.

 

Zugegeben: Der Weg zur Unverwechselbarkeit ist nicht einfach und bedarf einer grundlegenden strategischen Planung. Um zu einer Marke zu werden, ist mehr nötig als die bloße Eintragung in das entsprechende Register. Es bedarf eines Wiedererkennungswerts, einer Identifikationsmöglichkeit, einer Emotion, die bei der Zielgruppe ausgelöst wird, einer positiven Konnotation.

Imagefilm Kosten und Qualität

Was kostet ein Imagefilm?

Diese Frage ist die am häufigsten gestellte und zugleich diejenige, die am schwierigsten zu beantworten ist. Denn die Kosten hängen von vielen Faktoren ab.

 

Tatsächlich könnte man glauben, dass die Technik einen erheblichen Teil der Produktionskosten ausmacht. Doch das ist nicht der Fall. Die meisten Kosten generieren die Personen, die am Film mitwirken und deren Expertise für ein produktives Teamwork häufig gefragt ist bzw. sein muss: Konzepter, Autorinnen, Schauspieler, Regisseurinnen, Producer, Beleuchterinnen, Tonmeister, Maskenbildnerinnen, Kameraleute, Videoeditoren, Komponistinnen etc.

 

Ein gutes Konzept ist die Basis von allem und beansprucht – zu Recht – einen Großteil der Kosten. An dieser Stelle zu sparen, ist keine gute Idee. Stimmt das Konzept nicht, sind am Ende womöglich hübsche Bilder zu sehen – mehr aber auch nicht. Die meisten Imagefilme bestehen aus nichtssagenden Floskeln und schönen Bildern, die Auftraggeber sind dennoch stolz: »Das sieht ja besser aus, als ich dachte.« Das Ziel wird ganz aus den Augen verloren. Es fehlen Anreiz, Einzigartigkeit und Botschaft. Der Effekt: Kaum jemand will und wird sich den Film anschauen.

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Imagefilm Konzept und Kosten

Auf der anderen Seite kann ein sehr gutes Konzept – je nach Idee – auch kostengünstig in der Umsetzung sein und eine große Aufmerksamkeit erregen.

 

Viele Ideen lassen sich mit wenigen, guten Mitteln umsetzen, zum Beispiel mit nur einer Schauspielerin, ohne Komparsen, ohne Dreharbeiten im Ausland, ohne Spezialeffekte etc. Das Gezeigte muss also nicht besonders groß, laut oder »explosiv« sein und ein Werbefilm muss nicht immer einen sechsstelligen Betrag kosten. Aufmerksamkeit lässt sich auch (oder gerade?) durch das kleine, leise, aber überraschende und sehr gute Konzept erreichen, das sogar für den gleichen Preis umgesetzt werden kann, den ein Imagefilm kosten würde.

Richtwerte für die Kosten einer Imagefilm Produktion

Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Richtwerte und Beispiele nennen, damit Sie eine ungefähre Vorstellung von den Herstellungskosten bekommen. Konkrete und exakte Angaben sind weder möglich noch seriös, da immer der individuelle Fall und Film mit allen Bedingungen geprüft werden muss.

 

Animierte Imagefilme, z. B. gezeichnete und illustrierte Filme, liegen bei Herstellungskosten ab ca. 10.000 bis 15.000 Euro pro Minute. Wesentliche Faktoren für den Preis eines Animationsfilms sind die Länge, der Stil und die Komplexität des Konzeptes.

 

Real gedrehte Imagefilme beginnen bei Herstellungskosten ab mindestens 15.000 bis 30.000 Euro pro Drehtag. Ist ein Film sehr aufwendig, weil z. B. die Person im Ausland, in der Luft (Heißluftballon) oder unter Wasser ins Bild kommen soll, landet man schnell bei einem Vielfachen der Kosten. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. 

 

Portraitfilme: Eine Alternative zu Imagefilmen sind Video Portraits, in denen beispielsweise der Inhaber eines Unternehmens persönlich, authentisch und menschlich vorgestellt wird. Diese kosten ab ca. 8.000 -15.000 Euro.

Mehr erfahren Sie auch unter in unserem Blog, unter: https://www.stackfilm.de/post/was-kostet-ein-imagefilm

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Die Investition in einen Imagefilm muss sich lohnen

Völlig klar: Die Investition muss sich lohnen. Das bedeutet, dass die Herstellungskosten wieder eingespielt werden müssen. Und dafür muss der Film so effizient wie möglich sein, er muss performen.

 

Die Frage (und Rechnung) darf also nicht lauten: Was kostet mich ein Film? – sondern: Was kostet es mich, über einen Film potenzielle Kundinnen und Kunden zu erreichen und mit welcher Umsatzsteigerung kann ich dadurch (langfristig) rechnen?

Imagefilm Länge

Auf die Länge kommt es an

Dass viele Unternehmens- bzw. Imagefilme heute – aus der Perspektive der Zuschauenden – Überlänge haben, mag viele Gründe haben. Einer davon sind sicherlich die Kosten. Für einen Zehn-Minuten-Film lässt sich von den Produktionsgesellschaften einfach mehr abrechnen als für einen 90-Sekünder. Aber es wäre unfair, die Schuld für überlange Filme allein bei Produktionsgesellschaften zu suchen. Nicht selten sind es auch die Entscheider in den Unternehmen,

die glauben, länger sei besser.

 

In manchen Fällen ist aber sogar ein 6-sekündiges (nicht überspringbares) Video besser geeignet, als ein 60-sekündiges. 

 

Ob etwas als lang oder kurz empfunden wird, ist ein sehr subjektives Empfinden – und es ist messbar. Würde man eine Testgruppe von Zuschauenden angeben lassen, zu welchem Zeitpunkt sie den Imagefilm uninteressant finden und beenden würden: Fast immer bereits nach wenigen Sekunden!

 

Häufig werden wir gefragt: »Wie lange darf ein Film sein?« Unsere Antwort: »Solange der Film trägt, solange der Zuschauende mit Begeisterung dranbleibt.« Die empfundene Länge hängt entscheidend davon ab, wie unterhaltsam und interessant die Inhalte sind. Möchte sich Ihre Zielgruppe mit einem Thema intensiv auseinandersetzen oder kommt sie das erste Mal in Kontakt mit Ihrem Unternehmen? Tiefergehende Inhalte können durchaus mit einer entsprechend längeren Filmdauer einhergehen.