Alles, was Sie über bezahlte Video Ads wissen müssen

Egal ob Großkonzern, Mittelständler oder Einzelunternehmer: Video Ads bringen Vorteile. Erfahren Sie hier das nützlichste Wissen, bevor Sie eine Video Ad schalten.


Was sind Ads?

Das Wort Ad oder Ads ist die Abkürzung für "Advertisement" und bedeutet auf Deutsch "Werbung" oder "Anzeigen". Im Online Marketing hat der Begriff eine hohe Bedeutung und steht mittlerweile sogar im Wörterbuch Duden.


Ads kann man gegen eine Bezahlung schalten lassen. Dazu zählen zum Beispiel Textlinks, Banner auf Webseiten, Pop-Ups, Anzeigen in sozialen Netzwerken (Facebook, LinkedIn) oder Werbung auf Video-Plattformen wie YouTube.


Die gesamte Marketing-Welt hat ein großes Interesse, dass Ads gesehen werden. Eine Traumvorstellung wäre, dass eine Ad 1000 Mal gesehen und 1000 Mal angeklickt wird. In Realität natürlich unvorstellbar - oder auf wie viele Werbeanzeigen haben Sie bisher geklickt?


Man könnte meinen, dass es dann gar nicht sinnvoll sei, Anzeigen zu schalten. Sondern auf organische Reichweite (also interessante Inhalte) zu setzen. Zum Teil ist da auch etwas wahres dran, doch die Wahrheit liegt wie immer dazwischen: Inhalte müssen so interessant gestaltet sein, dass sie von Ihrer Zielgruppe gerne gesehen und/ oder angeklickt werden. Damit Sie aber zunächst eine große Reichweite schaffen - und damit die Grundlage für organisches Wachsen - empfehlen wir den Einsatz bezahlter Werbe-Anzeigen.

Tipp: Um Ihrem Content die Initialzündung zu geben, ist es ratsam, diesen mit einer Paid-Ad zu bewerben, um dann längerfristig ein organisches Wachstum zu erreichen.

Außerdem merken Sie oft gar nicht, dass Sie auf eine bezahlte Werbung geklickt haben. Im besten Fall denken Sie sogar: Genau das habe ich doch gesucht.

Das Internet und soziale Netzwerke bieten den großen Vorteil des exakten Targetings. Mit dem Targeting von Facebook können Werbeanzeigen beispielsweise aufgrund des Standortes, des Verhaltens, demografischer Angaben, Interessen und Verbindungen an eine Zielgruppe zugestellt werden, die mit hoher Wahrscheinlich an Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung interessiert ist. Facebook und Instagram wissen mehr über Sie, Ihre Interessen und Ihr Online-Verhalten, als Sie denken. Die Plattform weiß, wie häufig Sie kommentieren, ob Sie besonder gerne Beiträge "liken" oder teilen, welche Inhalte Sie wie lange konsumieren oder welche Produkte Sie online einkaufen.


Warum sind Video-Ads erfolgreicher?

Online Videomarketing ist zu einem sehr wichtigen Marketing Instrument für Unternehmen geworden. Fast zwei Drittel der Weltbevölkerung werden als "visuelle Lerner"eingestuft. Der Mensch funktioniert audiovisuell, das Gehirn wird nachweislich zu 90% von audiovisuellen Informationen stimuliert. Werden Informationen audiovisuell vermittelt, erregen diese Informationen mehr Aufmerksamkeit und bleiben auch nach 72 Stunden noch in Erinnerung.


Außerdem können Filme tiefgehende Emotionen auslösen. Jeder, der im Kino schon einmal den Tränen nahe war, laut loslachen musste oder sich kaum ertragbar gegruselt hat, weiß, welche starke Wirkung audiovisuelle Inhalte haben können. Um den besten Erfolg zu erzielen, ist die Erstellung qualitativ hochwertiger, unterhaltsamer und informativer Videoanzeigen von großer Bedeutung.


Werbekosten verstehen & Kampagnenbudget planen

Neben den Kosten zur Erstellung eines Films entstehen unterschiedlich hohe Werbekosten.

Grundsätzlich funktioniert die Preisgestaltung für bezahlte Ads immer nach dem gleichen Prinzip: Sie geben wie bei einer Auktion ein Gebot für die Anzeigenschaltung ab. Eine Werbeanzeige kostet also keinen Festpreis, sondern ist vom Erfolg Ihrer Anzeige abhängig. Wie ist das zu verstehen?


Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, Werbeanzeigen nach CPC (Cost per Click), nach CPA (Cost per Action, also z.B. pro Klick auf einen Button) oder CPM / CPV (Cost per Mille, bzw. Cost per View, gezahlt wird pro Tausend Impressionen) zu berechnen. Je interessanter Ihre Anzeige gestaltet ist, desto mehr Personen sehen oder klicken auf Ihre Anzeige. Da alle Anbieter ein Interesse daran haben, möglichst personalisiert die Werbung anzuzeigen, die die Zielgruppe interessiert, sinkt der CPC, CPA oder CPM Preis automatisch für erfolgreiche Anzeigen. Setzen Sie also in Qualität und nicht in Quantität, produzieren Sie Anzeigen, die Aufmerksamkeit erzeugt. Nur so werden Sie Ihre Ziele erfolgreich umsetzen können.


In der Praxis legen Sie daher ein Tagesbudget fest, welches Sie für Ihre Ad zahlen möchten. Die jeweilige Plattform psoitioniert Ihre Anzeige dann so, dass sie einen möglichst großen Erfolg erzielen.



Tasten Sie sich zunächst mit einem geringen Budget heran und testen Sie, mit welchen Einstellungen Ihre Anzeige den größtmöglichen Erfolg hat. Nutzen Sie dafür die entsprechenden Analyse-Tools der jeweiligen Plattform. Erhöhen Sie dann das Budget, sobald Sie Ihre Anzeige optimiert haben.


Die Grundlage einer guten Ad ist die Kombination aus gut ausgewählter Zielgruppe und einem Video, welches so gestaltet ist, dass es Ihre Ziele erfolgreich erfüllt.

Beachten Sie dabei unbedingt die Sehgewohnheiten Ihrer Zielgruppe, beachten Sie, auf welchen Channels Ihre Zielgruppe aktiv ist und prüfen Sie mögliche Uhrzeiten, zu denen Ihre Zielgruppe Content konsumiert. Überlegen Sie sich, wie Sie auffallen können, eventuell möchten Sie ja bewusst Erwartungshaltungen brechen?


YouTube-Werbung

YouTube bietet unzählige Möglichkeiten für Video Advertising. Außerdem entwickeln und verändern sich die Vorgaben rasant weiter. Abhängig von den Zielen Ihrer Kampagne können Sie das jeweilige Produkt auswählen, was Ihnen am meisten Erfolg verspricht. So können einige Ads übersprungen werden, andere nicht. Außerdem gelten bestimmte Voraussetzungen (z.B. Längenbegrenzungen) für die jeweiligen Formate. Um zu erfahren, was sich hinter den Namen verbirgt, klicken Sie einfach auf einen der unten stehenden Links:


Video Discovery-Anzeigen

Bumper-Anzeigen

Out-Stream-Anzeigen

Masthead-Anzeigen

Überspringbare In-Stream-Anzeigen

Nicht überspringbare In-Stream-Anzeigen


YouTube Videoanzeigen sollten im Bild-Seitenverhältnis von 16:9 und am besten im Codec h.264 oder h.265 angeliefert werden. Damit Videoanzeigen auf unterschiedlichen Geräten optimal wiedergegeben werden, sollten Sie für Video-Ads unterschiedliche Seitenverhältnisse erstellen. So empfehlen wir für mobile Anwendungen Seitenverhältnisse von 9:16 (Hochkant) oder 1:1 (quadratisch).


Instagram & Facebook Video-Ads

Bei Instagram wächst die Bedeutung von Videos, diese machen ca. 38% der Zuschauerbeteiligung aus. Mit der Entwicklung des IGTV (Instagram TV) hat YouTube 2018 ein Feature etabliert, was Videos mit einer Dauer von bis zu 10 Minuten Länge ermöglicht, bisher waren nur maximal 120 Sekunden im Instagram Feed erlaubt.

Auch Facebook unterstützt vielfältige Möglichkeiten an Video Ads mit unterschiedlichen Zielen, z.B. Instream-Ad (unterbrechende Werbung innerhalb eines anderen Videos), reine Werbeanzeigen, 360° Video Anzeigen, eine Video-Anzeige die auf eine Landing-Page verweist etc.


Der entscheidende Punkt bei Social Media Ads ist, von der ersten Sekunde an für Aufmerksamkeit zu sorgen. Durchschnittlich ist ein Video-Beitrag mobil gerade einmal 1,7 Sekunden eingeblendet. Je kürzer und prägnanter ein Video, desto höher ist also die Wahrscheinlich, dass es bis zum Ende geschaut wird.

Außerdem funktionieren Video-Anzeigen am besten, wenn sie mit Informationen, Emotionen und / oder Humor arbeiten.


Ähnlich wie bei YouTube sollten Sie sich mit den richtigen Bild-Seitenverhältnissen beschäftigen.


Facebook und Instagram Werbekosten sind im hohen Bereich anzusiedeln. Allerdings haben Instagram Videos auch die höchste Engagement-Rate aller digitalen Video Ads, das bedeutet, dass mit diesen Videos besonders häufig interagiert wird (z.B. durch Likes, Kommentare oder Verlinkungen).


Wir empfehlen bezahlte, deutschlandweite Video-Anzeigen bei Facebook und Instagram ab einem Schaltungskosten-Budget von ca. 3000€. Darunter können regionale Anzeigen Sinn machen.

Zum Erstellen und Analysieren Ihrer Facebook oder Instagram-Anzeige, empfehlen wir dringend den Business Manager. Das ist ein sehr komplexes (und aus unserer Sicht oft unübersichtliches) Tool, für das es ehrlich gesagt eine ganze Weile Einarbeitung bedarf. Aber wer die Hürden des Business Manager genommen hat, kann damit schnell erfolgreiche Facebook und Instagram Anzeigen erstellen.

Ausprobieren ist ein unbedingtes Muss. Auch wir testen neue Inhalte mit der jeweiligen Zielgruppe.

Natürlich gibt es bestimmte gestalterische Mittel und grundsätzliche Tipps, an denen Sie sich orientieren können. (Mehr dazu auch in diesem und unseren anderen Blog-Beiträgen.) Aber genauso wie ein Hollywood-Kinofilm floppen kann und ein günstiger Arthouse-Film zum internationalen Erfolg werden kann, kann es Ihnen auch mit Ihrer Werbeanzeige ergehen. Machen Sie sich also frei von dem Gedanken einer Erfolgsgarantie. Nur mit Erfahrung über Ihre Zielgruppe kommen Sie zum Wissen über individuelle Stellschrauben Ihres Erfolgs. Es kann hilfreich sein, sich mit Ihren Mitarbeitern und Kunden aktiv auszutauschen.


LinkedIn Video-Ads / Sponsored Content

Ähnlich wie Facebook oder Instagram, können auch bei LinkedIn Video-Ads erstellt werden. Der Kern-Unterschied liegt in der Zielgruppe und dem Targeting.

Sie können über LinkedIn besonders gut nach geschäftlichen Informationen, weniger aber nach privaten Interessen wählen. Möchten Sie den Geschäftsführer ansprechen, der seit X Jahren in Unternehmen Y arbeitet, finden Sie diesen exakter über LinkedIn. Gerade in der D-A-CH-Region wuchs die Zielgruppe in den letzten Jahren immer weiter an. Von insgesamt 50 Millionen Mitgliedern, kommen ca. 14 Millionen Personen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz (Stand: 26. Mai 2020).


Wählen Sie also als Kampagnenziel bei LinkedIn also beispielsweise "Erzielen mehr Videoaufrufe" und schaffen Sie eine Aufmerksamkeit für sich als Arbeitgebermarke oder rekrutieren Sie Mitarbeiter.


Ziele sind messbar

Ein weiterer Vorteil von Ads ist die Messbarkeit Ihres Erfolgs. Jeder bezahlte Werbeanzeige verfolgt ein Ziel. Auch wenn es nicht um den direkten Verkauf eines Produktes geht, kann der Erfolg gemessen werden. Zum Beispiel gibt die User Engagement Rate eine Information darüber, ob mit Ihrer Anzeige interagiert wird, zum Beispiel durch Likes, Kommentare, Verlinkungen oder sogar das Teilen Ihrer Anzeige.


Analysieren Sie Ihr Video kritisch: Wie viele Views hat das Video erreicht? Wie viele Personen haben das Video in voller Länge gesehen? Wie viele Personen haben das Video häufiger angeschaut und in welchem zeitlichen Abstand? Spricht ein kurzer zeitlicher Abstand eher dafür, dass Ihr Video nicht verstanden wurde, spricht ein hoher zeitlicher Abstand für besonderes Interesse. Fragen Sie sich auch, ob Sie Ihre Zielgruppe verbessern können, Keywords optimieren sollten oder die Gestaltung des Videos verändert werden sollte. Betrachten Sie dafür auch die Endgeräte Ihrer User (Mobile vs. Desktop) und passen Sie den Content ggf. daran an.

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