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Social Media Werbung

Die Wahl der Plattform: Soziale Netzwerke und die eigene Webseite

Bei der Planung einer Videostrategie ist es unerlässlich geworden, schon vor der Produktion über relevante Plattformen nachzudenken, auf denen der Film später ausgespielt werden soll. Denn diese haben unterschiedliche technische Voraussetzungen, die wiederum Einfluss auf gestalterische Entscheidungen haben.

 

Zunächst einmal möchten wir Sie aber dafür sensibilisieren, dass es nicht ausreicht, einen Werbefilm ausschließlich auf der eigenen Unternehmenswebseite zu veröffentlichen – wobei er durchaus auch dort zu finden sein kann. Denn auch da kann er beeindrucken, Interesse wecken, tiefergehende Inhalte liefern oder Dinge erklären. Ein wirklich interessanter (!) Film wird mit Sicherheit die Verweildauer auf Ihrer Webseite erhöhen und das Suchmaschinen-Ranking optimieren.

 

Damit das allerdings gelingt, darf es kein Zufall sein, an welcher Stelle Sie den Film auf Ihrer Webseite einbinden. Statt z. B. den Film über Ihre eigene Person (Porträtfilm) auf der Startseite zu platzieren, kann es sinnvoller sein, diesen auf der Unterseite »Über uns« einzubinden und von der Startseite mittels Teaser auf diese Seite zu verweisen.

Auffallen in Sozialen Netzwerken

Content-Dschungel Social Media?

Die Anzahl der aktiven Nutzerinnen und Nutzer sozialer Netzwerke steigt stetig an und beträgt im Jahr 2021 monatlich ca. 4,2 Milliarden (CNNIC, Mediascope).

 

Soziale Netzwerke bieten also eine nahezu unbegrenzte Reichweite, um Ihre Filme und Videos zu verbreiten. Um in diesem »Moloch« optimal zu selektieren, wann Sie wem was zeigen, und somit sehr zielgruppenorientiert arbeiten zu können, müssen Sie vor der Veröffentlichung klären: Welche Ihrer Ziele können Sie auf welchen Plattformen besonders gut umsetzen? Wo ist Ihre Zielgruppe am häufigsten vertreten, wo tummeln sich relevante Multiplikatoren?

 

Der Vorteil für Werbetreibende: Man kann in sozialen Netzwerken sehr genau nachvollziehen, wer einen Werbefilm angeschaut hat und wann weggeschaltet wurde. So lassen sich leicht Rückschlüsse ziehen, wer sich für die Marke bzw. das Produkt oder die Dienstleistung interessiert und wie gut das Video tatsächlich ankommt.

 

Es steht Ihnen eine Vielzahl an sozialen Netzwerken offen, um Filme zu veröffentlichen. Die aus unserer Sicht aktuell wichtigsten sind: Facebook, Instagram, YouTube, Snapchat, Twitter, LinkedIn, Xing, TikTok und Pinterest. Jede Plattform hat technische Besonderheiten (Seitenverhältnis, Länge), die man bei der Konzeption und bei der Gestaltung berücksichtigen muss.

Frau mit Handy

Social Media Video Ads Kosten

Ist Werbung bezahlbar?

»Ad« ist die Abkürzung für »Advertisement« und bedeutet »Werbung«. Dazu zählen in unserem Zusammenhang vor allem bezahlte Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken. Die gesamte Online-Marketingwelt hat ein großes Interesse daran, Ads erfolgreich auszuspielen. Denn nur wenn die Werbeanzeigen zu den Nutzerinnen und Nutzern passen, entsteht für alle Beteiligten ein Mehrwert: Die Empfänger der Werbung kommen mit interessanten Inhalten in Kontakt, die Werbetreibenden erhalten hohe Reaktionen und die Plattformen müssen Werbeanzeigen nur an wenige Personen ausspielen, um einen Spot viral gehen zu lassen und viele weitere Klicks auszulösen.

 

Werbung in Sozialen Netzwerken kann eine gute und günstige Alternative zu klassischer TV-Werbung sein.

Setzen Sie also auf Qualität und nicht auf Quantität. Produzieren Sie Anzeigen, die durchdacht und hochwertig gestaltet sind, die Ihre Zielgruppe dazu bringen, sich für Ihr Unternehmen, Ihre Produkte oder Dienstleistungen zu interessieren, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

 

Die Kosten einer Werbeanzeige sind von der Plattform, der Zielgruppe, der gewählten Werbeanzeige, der geplanten Reichweite und dem Zeitraum abhängig. Als Richtwert sollte man für Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken mit einem Kampagnenbudget von ca. 100 bis 200 Euro pro Tag (deutschlandweit) rechnen bzw. als Budget über die Gesamtlaufzeit etwa das Doppelte der Filmherstellungskosten einplanen.

Virale Spots

Wie Videos in Social Media viral gehen

Immer mehr Unternehmen haben erkannt, dass durch Bewegtbild viel Aufmerksamkeit bei der potenziellen Zielgruppe erreicht werden kann. Der Fachbegriff Viral Seeding (deutsch: »virale Aussaat«) ist ein zentrales Instrument im Marketing, um Inhalte, die der Zielgruppe einen Mehrwert bieten, strategisch zu streuen, damit diese weiter und weiter geteilt werden.

 

Bei Viral Seeding setzt man auf emotionale Inhalte mit dem Ziel, Interaktionen in sozialen Netzwerken zu erzeugen und so eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen. Seeding dient damit insbesondere der Generierung von Aufmerksamkeit im Bereich der Imagebildung von Unternehmen.

 

Wird Content von Freunden geteilt und empfohlen, steigt die Glaubwürdigkeit bei den Zuschauenden. Und ist die Marke mit Konsumentenvertrauen aufgeladen, werden Inhalte häufiger konsumiert und positiv wahrgenommen, was Ihrer Reputation (Ihrem positiven Image) dient. Langfristig steigt dadurch die Zahlungsbereitschaft der Kundschaft.

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Welche Faktoren bestimmen, ob ein Video viral funktioniert?

Bestimmte Mechanismen können dazu führen, dass ein Film von Ihrer Zielgruppe in kurzer Zeit zigfach geteilt wird, Viralität erlangt. Um Viral Seeding zu fördern, sollten eine positive Emotion und Humor in der Konzeption besonders berücksichtigt werden. Immer wichtiger wird auch die Glaubwürdigkeit, also die Geschichte aus dem Alltag heraus authentisch zu erzählen – ohne eine aufgesetzte oder werbliche Aussage in den Mittelpunkt zu stellen. 

 

Um Aufmerksamkeit zu erregen, gehört natürlich auch eine Portion Beherztheit und Risikobereitschaft dazu, mutige Ideen umzusetzen. Zum Beispiel mit einer witzigemotionalen Story, in der sich die Zielgruppe selbst oder Freunde wiedererkennt. Das kann dazu führen, dass ein Film geteilt oder Freunde im Beitrag verlinkt werden.

Call To Action

Handlungsaufforderung in Social Media Ads

Im Rahmen der Strategieentwicklung sollte bereits festgelegt werden, welche Handlung Personen nach Betrachten des Films vornehmen sollen. Die Handlungsaufforderung, der sogenannte Call-to-Action (CTA), erleichtert es Ihrer potenziellen Kundschaft, den nächsten Schritt der Customer Journey auszuführen: die Webseite zu besuchen, ein Produkt zu kaufen, ein Video zu kommentieren etc.

 

Damit User bereit sind, eine bestimmte Handlung durchzuführen, müssen Sie es schaffen, das Interesse dafür überhaupt zu wecken. Der CTA sollte daher kreativ in Ihr Konzept eingebunden werden. Das schaffen Sie z. B. durch einen Text, der animiert. Aus »Erfahren Sie mehr« wird dann beispielsweise »Probier’s aus – kostenfrei!« Statt »Jetzt kaufen« klingt »Wähle deinen Lieblingsgeschmack!« doch gleich viel lustvoller und persönlicher. Eines gilt immer: Halten Sie sich kurz, der CTA soll prägnant sein.

 

Die deutsche Sprache verändert sich im Laufe der Jahre: Genderneutrale Formulierungen, Anglizismen und neue Bezeichnungen aufgrund rassistischer Wahrnehmung beeinflussen unsere Sprache. Wir achten daher auf den genauen Sprachgebrauch der Zielgruppe sowie die Corporate Language Ihres Unternehmens. Denn wenn Sie nicht den richtigen Ton treffen, kann das schnell nach hinten losgehen.

Gestaltung am Tablet

Emotionale Spots in Social Media

Je mehr es der Werbefilm schafft, an bereits abgespeicherte Informationen und Emotionen anzuknüpfen, desto größer ist die Chance, dass eine Information schnell ins Langzeitgedächtnis der Person übergeht und die Kaufentscheidung positiv beeinflusst. Es stellt sich somit die Frage, wie man es schaffen kann, das Potenzial des Gehirns anzuzapfen, um im Gedächtnis zu bleiben.

 

Ganz automatisch wird durch audiovisuelle Inhalte eine Wirkung bei Zuschauenden erzeugt: Wie es am Drehort aussieht, ob die Krawatte richtig sitzt, welche Geräusche zu hören sind – das alles verrät Zuschauenden einiges über Sie und Ihr Unternehmen. Sie sollten sich darüber bewusst sein, dass die Gestaltung die inhaltlichen Aussagen bewusst und unbewusst beeinflusst.

Kreativ ist Minimum

Bevor wir mit der Konzeption beginnen, müssen wir Ihren USP benennen, Ihre Zielgruppe kennen, wissen, auf welchen Plattformen Ihr Film zu sehen sein soll und haben Ihre Kommunikationsziele definiert. Sie haben im Verlauf dieses Prozesses sehr viele Entscheidungen treffen müssen und wahrscheinlich auch einige Ihrer Ideen über Bord geworfen. Damit sind Sie auf dem richtigen Weg erfolgreicher Kommunikation, Sie treffen diese Entscheidung für Ihre Kundinnen und Kunden – und zwar, bevor Sie mit der Filmproduktion beginnen.

 

Sehr viel theoretische Arbeit ist damit getan und der wichtigste Grundstein gelegt, um mit dem kreativen Konzeptionsprozess zu beginnen. Auch wenn die Strategieentwicklung ein kräftezehrender Prozess sein kann, führt an diesem Vorgehen kein Weg vorbei – zumindest dann nicht, wenn Ihr Film am Ende ein Erfolg werden soll.

 

Für ein starkes Konzept braucht es Ideenreichtum und ein tiefes Verständnis von Inhalt und Ziel des Films, der Plattform und der Zielgruppe. Eine große Herausforderung ist es dabei, das Wesentliche zu kommunizieren, also nur das, was Ihre Zielgruppe wirklich interessiert.